Friedrich der I. von Brandenburg. Krieger und Reichsfürst im Spätmittelalter

  • Jan von Flocken
  • 0050008
  • gebunden, 176 Seiten, illustriert
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Friedrich I. (1371-1440), Stammvater der Dynastie Hohenzollern, setzte zwei Könige ein, kämpfte gegen Türken und Hussiten, nahm einen Papst gefangen, eroberte Berlin und war Gemahl der schönsten Frau seiner Zeit. Er prägte maßgeblich die Politik des deutschen Spätmittelalters. Erstmals liegt hier eine vollständige Biografie über das wildbewegte Leben Friedrichs von Brandenburg vor.

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Aus dem VORWORT

Mit einem Dementi zu beginnen, ist allemal riskant. Gleichwohl sei festgestellt: Nein, Friedrich I. von Hohenzollern, das ist nicht jener Perückenmann, der sich 1701 in Königsberg die preußische Krone aufs Haupt setzte. Nicht jener „Schiefe Fritz“, der als Kurfürst von Brandenburg ein Dutzend Regierungsjahre nebst Unsummen daran gab, aus der kleinen „Streusandbüchse“ Mark ein Königreich zu zimmern.
Unser Friedrich lebte 300 Jahre früher. Sein energischer Griff nach der Mark Brandenburg war freilich staatspolitisch genauso bedeutend wie die Krönung seines Nachfahren. Nur fand dieses Friedrichs Griff in einer Zeit statt, die uns heute trotz eskalierender Mittelalter-Begeisterung einigermaßen fremd dünkt. Vielleicht, weil sie sich so gegensätzlich, unentschieden, so vielfältig und zerrissen präsentiert - dermaßen irritierend, daß man den sehnlich erwünschten Helden und seine Taten darüber aus dem Auge verlieren kann. Ja, schlimmer noch, der Gute und der Böse treten oft in wechselnden Rollen auf. Es war, so der französische Historiker Jacques LeGoff, „die wirre Zeit des sogenannten Spätmittelalters, in der eine krisengeschüttelte Welt der Vergangenheit und die Renaissance als neues Zeitalter gegeneinander wüteten“.

Just in dieser Epoche beginnt der eigentliche Aufstieg der Dynastie Hohenzollern, welche als Burggrafen von Nürnberg maßgeblich die deutsche Reichspolitik prägen und schließlich in Gestalt Friedrichs I. sich bis 1417 die Kurfürstenwürde und Markgrafschaft Brandenburg sichern. Dies geschah, während aus Asien drohend die Türkengefahr auftauchte, im Hussitenkrieg erstmals religiöser mit nationalistischem Eifer sich vermischte und Deutschland geplagt wurde von Kämpfen zwischen königlicher Zentralgewalt und fürstlicher Landesherrschaft.

Friedrich I. von Hohenzollern (der seit 1878 keine gründliche biografische Würdigung mehr erfuhr) war ein typisches Kind seiner Zeit und dennoch souverän genug, ihren Entartungen zu trotzen. Selten findet man einen Herrscher, der so pflichtbewußt und prinzipientreu zu seinem Wort stand. „Gottes schlichten Amtmann in dem Fürstentum“ nannte er sich – seltsames Bekenntnis während einer Ära, da Propaganda in eigener Sache sich gerade als frühe Blüte zu etablieren begann. Und sehr zurückhaltend für einen Mann, der immerhin dank seinem Talent einen römisch-deutschen König absetzte, dafür zwei neue installierte und gleichsam im Vorübergehen auch noch einen Papst arrestierte.

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Friedrich der I. von Brandenburg. Krieger und Reichsfürst im Spätmittelalter

Friedrich der I. von Brandenburg. Krieger und Reichsfürst im Spätmittelalter

Friedrich I. (1371-1440), Stammvater der Dynastie Hohenzollern, setzte zwei Könige ein, kämpfte gegen Türken und Hussiten, nahm einen Papst gefangen, eroberte Berlin und war Gemahl der schönsten Frau seiner Zeit. Er prägte maßgeblich die Politik des deutschen Spätmittelalters. Erstmals liegt hier eine vollständige Biografie über das wildbewegte Leben Friedrichs von Brandenburg vor.