Biesdorf - mitten in Berlin

  • Günter Peters
  • 0030037
  • 28 Seiten, Broschüre
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LESEPROBE

Das einstige Angerdorf wird im 14. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt. Einziges Baudenkmal aus der frühen Zeit ist die Biesdorfer Kirche mit frühgotischen Resten, die als das älteste Gebäude im gesamten Bezirk Mahrzahn gelten darf. Nach dem Dreißigjährigen Krieg lagen große Teile des Ortes brach, die Bevölkerung hatte sich drastisch verringert. Seither nahm die Wirtschaftskraft Biesdorfs stetig zu. In der Folgezeit wurde der Ort mehrmals Opfer verheerender Brände. Nur die Kirche überstand die größte Katastrophe dieser Art 1839. 1868 wird das Biesdorfer Schloß als spätklassizistische Turmvilla auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes erbaut. Ab Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts begann sich verstärkt eine gemeinsame Infrastruktur von Berlin und den umliegenden Orten zu entwickeln, 1920 erfolgte dann die Eingemeindung Biesdorfs. 1903 entstand am Ort die "Kriegs- und schiffbautechnische Abteilung" der Siemens-Schuckert-Werke, die auch am Bau von Luftschiffen arbeitete. Auf dem Gelände des Gutes entstand die große, einschiffige und drehbare Luftschiffhalle. Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages musste der Fliegerhorst geschlossen und demontiert werden. Nach 1945 erklärte Stadtkommandant Bersarin einige Bauobjekte zur "Magistratssiedlung". Nach ihrer Enteignung ließen sich dort der Oberbürgermeister Werner, Politiker und Künstler nieder, nach 1990 wurden diese Häuser zurückgegeben. Besonders sehenswert für den Besucher sind die mittelalterliche Dorfkirche und das Schloss Biesdorf, das u.a. der Familie Siemens als Wohnsitz diente.

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