Kloster Doberlug

  • Arnt Cobbers
  • 0030050
  • 28 Seiten, Broschüre, zahlreiche Abb.
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LESEPROBE

Der Innenraum [der Klosterkirche] wirkt durch die verhältnismäßig niedrigen Spitzbogenarkaden zu den Seitenschiffen hin recht steil. Das Hauptschiff ist in seiner Wirkung heute um ein Joch verkürzt. Das westliche Halbjoch wurde 1676 durch eine Wand für den Dachturm abgetrennt, das anschließende Halbjoch wird von der zweigeschossigen Orgelempore eingenommen. Durch die kräftigen Pfeilervorlagen wird der Gewölberhythmus des Mittelschiffs betont. Es ist kreuzrippengewölbt, während die älteren Seitenschiffe mit Kreuzgraten überspannt sind.

Bis auf den Apsisbogen sind alle Bögen spitz und meist als elegante doppelte Schwellbögen gearbeitet.
Das Äußere der Kirche ist verputzt, nur der Westgiebel wurde 1977/78 farbig gefaßt. ...
Notwendige Schwammreparaturen veranlaßten zu Beginn des Jahrhunderts eine erneute Restaurierung, die 1905-09 unter der Leitung des Regierungsbaumeisters Weber durchgeführt wurde. Ziel war nicht die ursprüngliche mittelalterliche Fassung, die den gottesdienstlichen Anforderungen nicht mehr entsprochen hätte, sondern der Zustand der Kirche nach der Umgestaltung zum protestantischen Gotteshaus im 17. Jh.
Großzügig schritt man an die Neufassung des Gebäudes. Der Westgiebel wurde teilweise neu gestaltet, das Portal in Renaissanceformen völlig neu geschaffen. Und auch die Vorhalle neben dem südlichen Querhaus stammt aus dieser Zeit. Das aufwendige Säulenportal am südlichen Querhaus, heute durch den Vorbau verdeckt, wurde vermutlich weitgehend kopierend restauriert, das schlichte, heute zugemauerte Portal des nördlichen Kreuzarms wurden ebenfalls teilweise restauriert.

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