Kloster Lehnin

  • Klaus-Martin Bresgott
  • 0030070
  • 28 Seiten, Broschüre, Abbildungen
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LESEPROBE:

Mit dem Bau der Kirche ist unmittelbar nach der Gründung des Klosters begonnen worden. Während man die Gottesdienste vorerst in einem provisorisch errichteten Gebäude abhielt, errichtete man im Osten beginnend ein Feldsteinfundament, das sich im Grundriß stark an der Kirche des Mutterklosters orientierte. Vorgesehen waren rechteckige Nebenchöre und ein wesentlich niedrigeres Dach, so daß in der ursprünglichen Apsis nur eine Fensterreihe geplant war. Die Bauleute kamen vom unweit gelegenen Prämonstratenser-Chorherrenstift Jerichow (Der historische Ort 41). Aus ihrer Arbeit liest sich die Kraft der prämonstratensischen Romantik, die bis dahin in den Weiten der Mark bestimmend war. Die Grundformen des Ostteils der Kirche mögen bis 1195 abgeschlossen worden sein. Wenig später nahm man Anregungen des Petersberger Augustiner - Chorherrenstifts auf und erhöhte die Ostteile beträchtlich, indem Empore in die Nebenchöre eingezogen wurden. Etwa 1210 deckte man die Kirche aller Wahrscheinlichkeit mit einer flachen Holzdecke ab. ....
Alsbald widmete man sich dem Bau der Klausur und nahm erst nach deren Fertigstellung die Bauarbeiten an der Kirche wieder auf. Ausführender Baumeister wird in den folgenden Jahren Bruder Conradus gewesen sein. ... Dabei hat sich Conradus ganz der zisterziensischen Architekturvorstellungen bedient und der Gotik zugewandt. Mit der Weihe des Gotteshauses war 1262 ein Werk entstanden, das für weitere Bausausführungen in der Mark Vorbild wurde. ...
Die Westfassade ist in ihrer repräsentativen Anlage nicht nur der Beweis baumeisterlicher Ausdruckskraft des Conradus. Sie ist darüber hinaus auch bestimmend für das Backsteinfassaden des Ordens über die Grenzen der Mark hinaus.

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