Kloster Jerichow

  • Klaus-Martin Bresgott
  • 0030079
  • 28 Seiten, Broschüre, Abbildungen
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LESEPROBE

Ein Blick in den Klosterhof manifestiert noch einmal die Schönheit backsteinerner Architektur und läßt an den unzähligen neuen Fugen die wechselhafte Geschichte und die Umbauten deutlich werden.

Der kräftige, an der Westseite der Klausur befindliche Bau läßt dem Klosteridealplan nach eine Nutzung als Konversenhaus folgern; er ist im 15./16. Jahrhundert stark verändert worden und wird gemäß der späteren Nutzung heute Amtshaus genannt. Die Südwand dieses Hauses hebt sich durch einen reich gefaßten Maßwerkgiebel von der sonstigen Schlichtheit der Gebäude deutlich ab. Mit viel Geschick ist hier die Baulast durch den Backstein gegliedert und mit schlanken Blenden vertikal aufgehoben worden.
Da der Nordflügel der Klausur nicht erhalten geblieben ist, führt ein Weg durch eine Öffnung des westlichen Kreuzgangs über den Stiftshof wieder nach dem Ostflügel, in dessen Mitte sich mit einem Doppelportal der Kapitelsaal auftut. Der immensem Bedeutung des Saales für das geistliche Zusammensein der Brüder ist in den Ausmaßen des Raumes Tribut gezollt. Er ist mit einem einfachen Gewölbe versehen und der größte des Ostflügels. An ihn schließen sich zwei kleinere Räume, die Bibliothek und das Amarium an, deren Bestände, ebenso wie die des Archivs, leider vollständig verloren gegangen sind. Hinter der Kleiderkammer liegt die Sakristei, die ursprünglich sicher einen direkten Zugang zur Kirche hatte. Als Zugang für den Konvent findet sich an der Nordostecke des Kreuzganges ein kunstvoll gearbeitetes Portal, das nach dem Einbau der Krypta hier errichtet worden ist. 

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