Kloster Zinna

  • Klaus-Martin Bresgott
  • 0030083
  • 28 Seiten, Broschüre, Abbildungen
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LESEPROBE:

Die granitsteinerne Klosterkirche steht in ihren Grundformen seit dem 13. Jahrhundert. Wuchtig und doch mit äußerst ästhetischem Ebenmaß fügen sich die Granitquader aneinander und bezeugen in ihrer Schlichtheit schon von außen den einfachen, aber überaus durchgeformten Charakter zisterzienischer Bauweise. ... 
Betritt man die Kirche vom südlichen Seitenschiff her durch den ehemaligen Sakristeieingang ..., so gelangt man in eine durch einen kreuzförmigen Grundriss bestimmte Basilika. Klar weitet sich das Mittelschiff vom Westen her mit der Orgelempore über die Vierung bis in den Chorraum, der in einer halbrunden Apsis endet. In der Verbindung zu den niedrigeren Seitenschiffen tragen einfache, durch gedrückte Spitzbogen miteinander verbundene quadratische Arkadenpfeiler, die durch ihrer Bemalung auffallen, das Gemäuer. Der Raum schließt sich oben in einem Kreuzrippengewölbe, wie es fast im gesamten Klosterkomplex üblich ist. ...

Von den je zwei Seitenkapellen, die zu beiden Seiten des Chorraums geduckt unter einem Pultdach hervorlugen, haben die beiden äußeren ein Tonnengewölbe, das möglicherweise aus der Zeit um 1179 stammt, die beiden inneren später eingezogenen Kreuzrippengewölbe. Außen enden die Kapellen drei-, die Apsis fünfseitig. Die rundbogigen Fenster der Seitenkapellen weisen noch ganz in die Zeit der Romantik, während die Fenster des Langhauses etc. bereits deutlich den Übergangsstil zur Gotik verkörpern.
Das Kircheninnere spiegelt insgesamt deutlich Bernhard von Clairvauxs Vorstellungen eines schmucklosen Gotteshauses wider. ... Im nördlichen Querhaus findet sich ein um 1710 kunstvoll gearbeitetes Alabasterepitaph für den bis 1706 in Zinna tätigen Oberamtmann Kammerrat von Craatz. Zur linken steht Prudentia, rechts eine mögliche Justicia ..., sie halten ein geöffnetes Tuch mit den Lebensdaten des Kammerrates, über dem sich Cronos aufschwingt, zu Haupten das Stundenglas, in der Hand die Sense.
Im Chorraum sind noch Reste der Ausstattung um 1500 vorhanden. Einige Wangen des alten Chorgestühls stammen bereits aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

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