Schloß Glienicke

  • Raimund Hertzsch
  • 0030086
  • 28 Seiten, Broschüre, Abbildungen
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LESEPROBE

Der weitläufige, von Natur aus stark hüglige Landschaftspark lädt zu manchen Entdeckungen ein. Weitläufige Wiesenhänge lösen lauschige Waldstücke ab, kleine Seen und mächtige Findlinge sorgen für Abwechslung. Betritt ein Besucher den Park von Osten her, etwa von der Pfaueninsel kommend, so wähnt er sich auf einer Reise von Deutschland nach Italien. Der Weg beginnt am Jägertor, das mit dem nahen Jägerhof den gotischen Norden repräsentiert. Vorbei an pittoresk ausgestalteten Schluchten und idyllischen Ausblicken auf die Sakrower Heilandskirche und den Pfingstberg führt der Pfad auf der Höhe des Steilufers zur romantischen Teufelsbrücke, der Nachbildung einer Brücke in den Schweizer Alpen. In früheren Jahren stürzte ein tosender Wasserfall über den Fels hinab der Havel zu.

Der Gast hat nun gleichsam die Alpen überschritten und betritt das sonnige Italien. Je näher er den Schlossgebäuden kommt, desto häufiger weichen die einheimischen Baumarten südländischen Gewächsen. Bald ist das Hofgärtner- und Maschinenhaus erreicht, ein 1838 vollendeter Bau des Schinkelschülers Ludwig Persius. Von hier aus wurde mit Hilfe einer Dampfmaschine Wasser aus der Havel gepumpt, um die künstlichen Seen im Park, die Springbrunnen und den Wasserfall zu speisen. ...

Weniger beachtet und doch einen Besuch wert ist der kleinere Parkteil jenseits der Königsstraße, der Böttcherberg. Mit seinen künstlichen Felsen und schönen alten Baumbeständen verbreitet er den Zauber eines Märchenwaldes. Den Berg bekrönt die 1869 von Petzholtz erbaute und vom Bildhauer Gilli ausgestaltete "Loggia Alexander". Prinz Carl widmete den mit kunstvollen Mosaiken und pompejanischen Wandmalereien geschmückten Pavillon der Erinnerung seiner verstorbenen Lieblingsschwester, der Zarin Alexandra Feodorowna.

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