Die Dominsel in Brandenburg, der Ort, der dem Land seinen Namen gab

  • Peter Feist , Arnt Cobbers
  • 0030087
  • 28 Seiten, Broschüre, Abbildungen
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LESEPROBE

An der Baugeschichte des Domes wird der Bedeutungswandel, den die Burginsel erlebte, deutlich. Der erste Bauplan zeigt den Typ einer einfachen, wehrhaften Missionskirche. Im Westen war ein sogenannter Westriegel geplant, ein breiter, massiver, als Fluchtturm zu nutzender Mauerriegel, wie er sich z.B. am Havelberger Dom erhalten hat. 

Daran sollten sich ein vermutlich einschiffiges Langhaus, ein Querhaus und der Chor mit einem Chorquadrum und einer halbrunden Apsis anschließen. Gebaut wurde jedoch nur der Chor und das Querhaus, beide auf einem rund 2 m hohen, wehrhaft wirkenden Sockel von beträchtlicher Mauerstärke. Vom nördlichen Querhausarm führt ein breites Feldsteinfundament, auf dem heute eine Klausurmauer steht, nach Norden zu einem Backsteingebäude, das in alten Urkunden als "Spiegelburg" bezeichnet wird. ...

Um die Wende vom 12. Zum 13. Jahrhundert kam es jedoch zu einem Planwechsel. Denn spätestens in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hatte sich die militärische Bedeutung der Burginsel entschieden gewandelt.
Zum einen war das Land befriedet, Slawenaufstände oder -angriffe waren nicht mehr zu befürchten. Zum zweiten waren die beiden Stadthälften nun selbst militärisch gesichert, die Burginsel mußte keine Fluchtfunktionen mehr erfüllen. Im Gegenteil: Die Abgeschiedenheit der Insel wurde als Verkehrshindernis angesehen, und so wurden Dämme aufgeschüttet, die sie mit den beiden neuen Stadthälften verband.

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