Mittelalterliche Stadtansicht - Templin

  • Peter Feist
  • 0030027
  • 28 Seiten, Broschüre, illustriert
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Die Tore waren stark gefährdet, deshalb war zu Ihrer Verteidigung ein besonderer Bauaufwand erforderlich. Zugleich waren die Tore auch das Wahrzeichen einer Stadt, die dem Reisenden weithin von der Macht, dem Reichtum und der Wehrhaftigkeit der Stadt künden sollten. Ab dem späten 14. Jahrhundert entstanden daher in Norddeutschland besonders aufwendige Tortürme in den Formen der Backsteingotik. 

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Sie hatten jeweils an der Stadt- und Feldseite reich verzierte Giebelabschlüsse, die Schaugiebel. In Templin, das zu den frühsten Beispielen dieser Bauweise gehört, sind diese Staffelgiebel, zwischen denen sich ein Satteldach befindet, mit Filialen, gekuppelten Maßwerkfenstern, Blendnischen und umlaufenden Friesen verziert. 
Der aufmerksame Betrachter wird jeweils an der Feldseite der Türme einen kleinen Vorbau entdecken. Er diente zur Aufnahme eines Fallgatters, das hinter einem hohen Spitzbogen in einer Nut herabgelassen wurde. Solche Fallgatter waren notwendig, damit das Tor bei einem Überraschungsangriff in Sekundenschnelle geschlossen werden konnte. 
Jeder, der die Stadt betreten wollte, musste zuerst das Vortor passieren. Danach fand er sich in einem längeren Gang zwischen den Toren und zwei parallelen seitlichen Begrenzungsmauern in den Zwinger eingekeilt. Dieses Zwingerprinzip, daß man auch aus dem Burgenbau kennt, sollte vor allem gegen Überraschungsangriffe sichern. In einem solchen Zwangsweg konnte sich der Angreifer nicht räumlich entfalten. Er war daher der Wirkung der Schusswaffen, vor allem Pfeil und Bogen, aber auch der zur Verteidigung benutzten Kampfmittel wie Steinen und siedenden Flüssigkeiten, auf sehr engem Raum von mehreren Seiten ohne jegliche Deckung ausgesetzt.

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Mittelalterliche Stadtansicht - Templin

Mittelalterliche Stadtansicht - Templin

Die Tore waren stark gefährdet, deshalb war zu Ihrer Verteidigung ein besonderer Bauaufwand erforderlich. Zugleich waren die Tore auch das Wahrzeichen einer Stadt, die dem Reisenden weithin von der Macht, dem Reichtum und der Wehrhaftigkeit der Stadt künden sollten. Ab dem späten 14. Jahrhundert entstanden daher in Norddeutschland besonders aufwendige Tortürme in den Formen der Backsteingotik.