Kloster Hude

Der einheitliche Bauplan für alle Zisterzienserklöster entstand wahrscheinlich noch zu Lebzeiten Bernhards von Clairvaux (1091-1153) ... Die strenge Ordensregel, der genaue Stundenplan für Tag und Nacht spiegeln sich wider in einer äußerst ökonomischen Organisation der einzelnen Baukörper und ihrer Funktionen. Dabei wurde die ständische Ordnung des Mittelalters fraglos beibehalten.

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Die Mönche (Konventualen) hielten sich vorwiegend im östlichen Teil der Klosteranlage auf, während den Laienbrüdern (Konversen) der westliche Teil vorbehalten war. Diese Trennung erfolgte auch in der Klosterkirche, selbst die Bestattung war meistens getrennt. Zentrum der Anlage war die große Klosterkirche, an deren südwestliche Seitenschiffswand sich der Kreuzgang anschloß. 

Der Idealplan der Zisterzienser sah für den Kreuzgang im westlichen u.a. den Speisesaal (Refektorium) und den Schlafsaal (Dormitorium) für die Konversen vor. Im südlichen Teil befanden sich der Küchenbereich und die Wärmestube. Den Ostflügel beherrschten die Konventualen; er untergliederte sich in Refektorium, Kapitelsaal und Bibliothek. Im darüberliegenden Geschoß lag das Dormitorium. Für Hude können durch bauliche Veränderungen des Querhauses im Osten wie im Westen des Kreuzganges Abweichungen vom sogenannten Idealplan vermutet werden.

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Kloster Hude

Kloster Hude

Der einheitliche Bauplan für alle Zisterzienserklöster entstand wahrscheinlich noch zu Lebzeiten Bernhards von Clairvaux (1091-1153) ... Die strenge Ordensregel, der genaue Stundenplan für Tag und Nacht spiegeln sich wider in einer äußerst ökonomischen Organisation der einzelnen Baukörper und ihrer Funktionen. Dabei wurde die ständische Ordnung des Mittelalters fraglos beibehalten.